NINA NOLTE´S ATELIER/ STUDIO

 

 

SERIGRAFIE

Ich arbeite gern im Medium der Serigrafie, eine andere Bezeichnung für den Siebdruck, der als grafische Drucktechnik nach asiatischen Vorbildern um 1900 entwickelt wurde. Für die Herstellung der Druckform des Drucksiebes gibt es zahlreiche Möglichkeiten, mit denen Teile des Siebes farbundurchlässig gemacht werden. Dies geschieht mit Schablonen, Leim oder chemischen Emulsionen. Nach dem Auftrag der Farbe auf das Sieb und ihrer Verteilung mit dem Rakel wird sie auf das darunterliegende Papier gedruckt.

Das technische Verfahren wurde in den USA von Künstlern wie

Andy Warhol und Roy Lichtenstein perfektioniert und begründete die wegweisende neue Kunstrichtung der POP ART. Die Serigraphie wurde erst nach dem Zweiten Weltkrieg in Europa verstärkt von den Künstlern eingesetzt, so von Willi Baumeister.

Da der Vorgang des Farbdurchdrucks ohne erkennbare Abnutzung unbegrenzt wiederholt werden kann, wird er von mir sehr gern zur Vervielfältigung ausgewählter Bildmotive eingesetzt.

 

 

DIE ENTSTEHUNG DES PORTRAITS VON HELMUT SCHMIDT IM ATELIER, PARIS

In meinem Pariser Atelier inspirierte mich eine Rede von Helmut Schmidt im Bundestag, die ich fern von Deutschland im Radio hörte, zu diesem Portrait. Spontan bespannte ich einen Keilrahmen und machte mich an die Arbeit. Nachdem ich mich durch ausgewählte Bildvorlagen zu meiner endgültigen Bildidee inspirieren lies, erfolgte die Grundierung und Skizzierung der groben Komposition. Im Anschluss arbeitete ich mit Pinseln, Stiften und Farbe das Portrait im Detail bis zur gewünschten Wirkung aus. Das Lustige ist, dass ich immer meinte, den Zigarettenrauch durchs Atelier ziehen zu sehen, und ich wunderte mich stets, warum es nicht nach Zigarette roch.

 

 

 

DIE ENTSTEHUNG DES PORTRAITS VON

RICHARD WAGNER IM ATELIER, PARIS

In meiner Pariser Zeit hatte ich gelesen, dass der deutsche Komponist Richard Wagner mit seiner Frau Wilhelmine von 1839 bis 1842 in Paris gelebt hat. Im Hinblick auf das im Jahr 2013 bervorstehende 200jährige Jubiläum des Geburtstages dieses grossen Komponisten entstand dieses Portrait mit dem Motiv des Schwans, der in seinem Werk eine zentrale Rolle einnimmt.

Zum einen wurde ein Schwan vom Titelhelden, Parsifal, in der gleichnamigen Oper erlegt. Zum anderen zog ein solches Tier seinen Sohn, Lohengrin, in einem Nachen auf die Bühne, wodurch die ersten Worte Lohengrins sprichwörtlich geworden sind: „Nun sei bedankt, mein lieber Schwan“. Als Ausruf von Bewunderung und Erstaunen hat sich die Kurzfassung bis heute in unserem alltäglichen Sprachgebrauch erhalten.

In meinem humorvollen Portraitgemälde, vor dem ich auf dem Foto oben mit seiner Urenkelin Nike Wagner festgehalten werde, zeige ich Wagners Opernvogel, dem der Komponist liebevoll an den Hals geht.

 

 

 

ENTSTEHUNG VON "COKE CAN IN MY POOL" IM ATELIER, MARBELLA

Zu den bevorzugten Sujets eines Künstlers gehören nicht nur berühmte Persönlichkeiten, wie Helmut Schmidt und Richard Wagner, sondern in der Kunst kann auch ein herkömmlicher Gebrauchsgegenstand, wie die Coca Cola Dose, zum alleinigen Bildmotiv erhoben werden.

Schon in meiner Jugend faszinierte mich der gelungene Schriftzug

COCA COLA mit seinem hohem Wiedererkennungswert. In der Auseinandersetzung mit dem Werk von Andy Warhol, der die Coca Cola Flasche erstmalig 1961 zum alleinigen Bildsujet erhoben hatte, reifte in mir der Gedanke zu einer eigenen Interpretation dieses Bildmotives, der durch die Autorisierung von Coca Cola beflügelt wurde.

Meine Vorliebe zum Wasser mit seinen schnell wechselnden Lichtreflexen führte mich zu dieser endgültigen Komposition, bei der auch das Accessoire des roten schwebenden Tuches zum Einsatz gekommen ist.

 

 

 

PAINTING BETWEEN POOL AND STUDIO,

SAN FRANCISCO

Schon in meiner Kindheit, die ich in Barcelona verbrachte, übte das Wasser eine grosse Faszination auf mich aus. Mit unserem Boot segelten wir oft in der Sommerferien an der Costa Brava entlang. Ich erlebte das Medium Wasser nicht nur auf dem Boot, sondern auch schnorchelnd in den Buchten, wenn unser Boot vor Anker lag.

Meine besondere Nähe zu diesem Medium animiert mich immer wieder zu diesen Auftragsarbeiten, in denen ich Famlien oder einzelne Mitglieder unter Wasser portraitiere. Im Unterschied zu herkömmlichen Portraits fasziniert mich bei der Bildfindung im Wasser das Spiel der Lichtreflexe und die natürliche Verfremdung der Gestalt der Bildsujets. Das Genre des Portraits erreicht durch das Medium Wasser einen künstlerischen Abstraktionsgrad, der das Bildnis auf eine neue Ebene führt und ihm einen überzeitlichen Charakter verleiht. 

 

 

 

 

 

 

 

Besucher/ Visitors

Druckversion Druckversion | Sitemap Diese Seite weiterempfehlen Diese Seite weiterempfehlen
© NINA NOLTE. All Rights Reserved


Anrufen

E-Mail